Ziegen auf dem Feld

Experimentieren Sie selbst

Der Brennpunkt Boden ist eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung zu aktuellen Bodenthemen. Dieses Jahr konzentrieren wir uns darauf welche neuen Erkenntnisse die Forschung zum Boden liefert, aber auch, welche bekannten Mahnungen zu seinem Schutz sie uns in Erinnerung ruft.

Erhalten Sie Einblicke auf und unter die Bodenoberfläche oder in mikroskopisch kleine Welten und spitzen Sie ihre Ohren – das Verständnis des Bodens braucht alle Sinne. Der Fokus auf eine nachhaltige Bewirtschaftung steht dabei natürlich im Vordergrund!

Postenplan 2019

Posten A – Informationsstand Boden

Keine Moderation

 

Den Boden als wichtigste Nahrungsproduktionsgrundlage schonend und erfolgreich zu bewirtschaften, bleibt eine Herausforderung. Dieser wollte das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 68 begegnen. Erkenntnisse und Forderungen aus dem Projekt werden hier vorgestellt und mit anschaulichen Beispielen und Experimenten untermalt. Wissen Sie zum Beispiel wie viel Druck Sie auf den Boden bringen, wenn Sie Higheels oder Schneeschuhe tragen? Haben Sie Lust zu Bodenphänomenen zu experimentieren und einen Blick in die verborgenen Tiefen zu werfen? Das und vieles mehr können Sie am Informationsstand Boden.

Der Posten ist ständig betreut, ohne moderierte Sequenzen.

 

Posten B – Bodenbiodiversität

Moderationen: 9.30h (Fr), 10.30h (De), 13.30h (De), 14.30h (De)

 

In einem Boden leben Millionen von Organismen in einer enormen Vielfalt. Sie alle tragen mit ihren Leistungen viel zur Fruchtbarkeit eines Bodens bei. Noch kennen wir nur einen Bruchteil der Arten, deren Gemeinschaftsstrukturen und insbesondere ihrer spezifischen Funktionen. Wurden früher Arten zeitaufwändig nach morphologischen Merkmalen unter dem Mikroskop bestimmt oder auf speziellen Nährlösungen gezüchtet, so ist die Wissenschaft heute mit Hilfe der Entschlüsselung des Erbguts dem immensen Artenreichtum auf der Spur. Ein ganz anderer Zugang zur Vielfalt im Boden ist mit dem inter- und transdisziplinären Forschungs- und Kunstprojekt „Sounding Soil“ möglich: Akustische Aufnahmen in unterschiedlichen Böden und unter verschiedenen Kulturen lassen die Besucher die Lebensvielfalt im Boden für ihre Ohren erfahren.

 

Posten C Bodenprofil

Moderationen: 10.00h (Fr), 11.00 (De), 14.00h (De), 15.00h (De)

 

Der Landwirt muss die grösste Sorgfalt darauf verwenden, dass die physikalische Beschaffenheit seines Bodens auch den feinsten Wurzeln gestattet, an die Orte zu gelangen, wo sich die Nahrung befindet. (Justus von Liebig, 1803-1873)

 

Der Boden ist die knappste nicht erneuerbare Ressource der Schweiz. Dabei erfüllt er zahlreiche ökologische und ökonomische Funktionen. Boden bestimmt ausserdem durch seine Standorteigenschaften dessen pflanzenbauliche Nutzungseignung. Anhand eines Profils wird auf den Standortfaktor „Boden“ und seine Bedeutung für den Bauernbetrieb eingegangen. Die verschiedenen Schichten, die sogenannten Bodenhorizonte, werden mit Hilfe eines Bodenprofils sichtbar gemacht. Deren Zusammensetzung und Mächtigkeit bestimmen wichtige Eigenschaften des Bodens wie das Wasser- und Nährstoffspeichervermögen und somit die Ertragsfähigkeit. Es stellt sich die Frage, wie die vorliegende Parabraunerde standortgerecht bewirtschaftet werden kann.

 

Posten D Spatenprobe

Moderationen D: 9.30h (De), 10.30h (Fr), 13.30h (De), 14.30h (De)

 

Es lohnt sich, regelmässig mit Hilfe einer Spatenprobe in den Boden zu schauen. Denn der Mensch prägt mit seiner Nutzung die Struktur der Böden. Nur in einem Boden mit genügend Poren für Luft und Wasser, mit runden Bodenkrümeln und Regenwurmgängen als Zeichen einer hohen biologischen Aktivität können Pflanzen genügend Nährstoffe aufnehmen und gesund wachsen für eine gute Ernte. Untergepflügtes, unverrottetes Pflanzenmaterial, allfällige Verdichtungszonen oder eine Pflugschicht behindern tiefergehendes Wurzelwachstum und machen Bewirtschaftungsfehler sichtbar.

Mittels Spatenproben wird aufgezeigt, inwiefern der Landwirt durch seine Bewirtschaftungsweise die mineralischen und organischen Böden beeinflusst. Anhand von typischen Beispielen werden die Auswirkungen von unterschiedlichen Düngungs-, Befahrungs- und Bearbeitungsintensitäten auf die Bodenqualität beurteilt.

 

Posten E – Bodendruck

Moderationen C: 10.00h (De), 11.00 (De), 14.00h (De), 15.00h (Fr)

 

Auf diesem Posten werden live Bodendruckmessungen unter Landmaschinen vorgeführt. Gezeigt wird der Einfluss von Bereifung, Radlast und Reifendruck auf den Bodendruck im Ober- und Unterboden. Dazu werden Druckmesssonden im Boden eingebaut und von verschiedenen Fahrzeugen überrollt. Es werden unterschiedliche Maschinen, Reifen und Reifendrücke vorgestellt um einen direkten Vergleich anstellen zu können. Die Messwerte werden während der Befahrung auf einen Grossbildschirm übertragen. Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie man bei strassenzulässigen Achslasten dank guter Bereifung und angepasstem Reifendruck den Boden schonen und vor Verdichtung schützen kann.

 

Posten F – Bodenwasser, Klima und Erosion

Moderationen C: 10.00h (De), 11.00 (Fr), 14.00h (De), 15.00h (De)

 

Die wichtigsten Faktoren für das Auftreten von Bodenerosion durch Wasser sind in landwirtschaftlichen Kreisen nicht gänzlich neu. Man kann dabei natürliche und bewirtschaftungsbedingte Faktoren unterscheiden, auf die der Landwirt/die Landwirtin unterschiedlich Einfluss nehmen kann. Gemäss MeteoSchweiz ist in der Schweiz mit einer Erwärmung zu rechnen. Auch Starkniederschläge sind ein Phänomen, mit dem in Zukunft zu rechnen ist. Sie werden häufiger vorkommen und intensiver auftreten. Wie kann die Landwirtschaft auf den prognostizierten Klimawandel reagieren? Besteht bei der Bodenbewirtschaftung Handlungsbedarf, um Bodenerosion durch Wasser unter diesen veränderten Voraussetzungen in den Griff zu bekommen? Wir zeigen die möglichen Auswirkungen für verschiedene Anbauverfahren anhand einer Erosionssimulation auf.

Bodenprofil
Bodenprofil Analyse
Bodenprofil mit Regenwurm
Bodenbedeckung
Bodenprobe

Es gibt noch mehr zu erfahren...

Für Informationen zu allen Posten und Präsentationszeiten des Bioackerbautages konsultieren Sie bitte die Seite «Postenplan und Programm»­!

Fotos : Agroscope: Gabriela Brändle, Urs Zihlmann, LANAT: Andreas Chervet, FiBL: Thomas Alfoeldi